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Schloss Burg in Solingen

Schloss Burg in Solingen

Schloss Burg an der Wupper

In Deutschland und insbesondere in Nordrhein-Westfalen sind noch heute einige besondere und beeindruckende Bauten und Burgen vergangener Jahrhunderte zu entdecken. Für mich bedeutet ein Schlossbesuch immer wieder das Eintauchen in längst vergangene Zeiten und es fühlt sich an wie ein Urlaub vom Alltag – dem altbekannten Leben. Niemals hätte ich zur damaligen Zeiten leben und mit einer der vielen Dirnen tauschen wollen, dennoch wirkt das ganze Ambiente einerseits mysteriös, unheimlich, aber andererseits auch romantisch auf mich. Oft sehr bedeutende Geschichte wurde auf manch einem der Schlösser und Höfe geschrieben. Ebenso auch auf Schloss Burg an der Wupper, in Solingen. Im Bergischen Land, nur etwa 30 min von Köln entfernt, liegt das Städtchen Solingen. Und genau hier befindet sich die besagte Burg, die ihren Besuchern einiges zu erzählen hat.

Schon im Jahre 1130 wurde Burg Neuenberge (heute Schloss Burg genannt) von Adolf II. von Berg als Stammsitz der Familie Berg errichtet. Da Adolf III. keine Nachfahren hatte und frühzeitig verstarb, übernahm 1218 sein Bruder Engelbert, der damalige Kölner Erzbischof, die Grafschaft Berg und baute jene zu einer Hofburg um, um Eindruck zu schinden. Scheinbar gab es hier einige Rivalitäten und er wurde durch seinen Cousin Friedrich von Isenburg durch einen Hinterhalt ermordet. Und da der Erzbischof kinderlos war, wurde Heinrich von Limburg mit dessen Nichte Irmgard verheiratet. So war ein neuer Graf für Schloss Burg gefunden und das Wappen änderte sich entsprechend. Nun war ein doppelschwänziger, limburgischer Löwe zu sehen. Bei der Schlacht um Worringen, ein sehr bedeutendes Ereignis für das Rheinland aus dem Jahre 1288, erhielt Graf Adolf V. von Berg das Privileg, den Erzbischof von Köln, Siegfried von Westerburg, auf seiner Burg gefangen zu halten. Zu seiner großen Freude. Kurz darauf gründete der Graf nach der gewonnenen Schlacht von Worringen die Stadt Düsseldorf, sodass seine Burg in Solingen an Bedeutung verlor.

Im Jahre 1348 gab es wieder keine Erben, sodass die Grafschaft an das Haus Jülich überging. 1408 starb dann schließlich auch der letzte Herrscher von Schloss Burg. Von da an wurde Düsseldorf zur neuen Residenzstadt des Herzogtums Berg. Ab 1485 wurden in Solingen nur noch höfische Feste und Jagden veranstaltet. Zu einem besonderen Ereignis kam es 1496 mit der Heirat zwischen der gerade erst 5 Jahre alt gewordenen Maria von Jülich-Berg und dem nur 1 Jahr älteren Johann von Kleve-Mark auf der Burg. Mit diesem Zusammenschluss weiterte sich die Macht der Grafschaft in NRW immer weiter aus. Doch an der Schloss Burg verloren die Grafen ab 1600 mehr und mehr ihr Interesse. Im 30jährigen Krieg besetzten schwedische und hessische Truppen dann Schloss Burg und sorgten für dessen großflächige Zerstörung bei Ihrem Abzug Mitte des 17. Jahrhunderts. Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Herzogtum Berg dann an Napoleon Bonaparte, der erfolglos versuchte, das Anwesen zu verkaufen. So gelang es in preußische Hände und wurde zwischenzeitlich sogar als Deckenfabrik oder Schule genutzt und 1849 leider nur noch als Steinbruch für den Bau des Elberfelder Landgerichts. Im Jahre 1887 fanden sich glücklicherweise einige Bürger zusammen und gründeten einen Verein zur Erhaltung der Schlossruine. Der Wiederaufbau finanzierte sich durch Lotterieerlöse, Spenden und große Veranstaltungen, dessen Einnahmen direkt in die Renovierung flossen. 1849 wurde dann endlich der Palas fertiggestellt und zeitnah das Bergische Museum Schloss Burg gegründet, was allerdings nur rund 70 Jahre später bei einem Dachstuhlbrand wieder zerstört wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg reisten überraschender Weise immer mehr (jährlich teilweise bis zu 160.000) Touristen nach Solingen, um das Schloss Burg zu besuchen. Das Museum wurde renoviert und ab 2014 folgten wieder diverse Sanierungsarbeiten. Heute gilt das Anwesen als die größte rekonstruierte Burganlage in Nordrhein-Westfalen.

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Schloss Burg an der Wupper: Museum, Veranstaltungsort, Ausflugsziel

Das Museum stellt heute nahezu jeden Raum der Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung. Wir können einen pompösen Rittersaal mit beeindruckenden Wandmalereien, die Ahnengalerie, die kleine Kapelle, den Wehrgang, den Bergfried aber auch den von außen zugänglichen Kerker bewundern und auf uns wirken lassen. Zu den Exponaten zählen Einrichtungsgegenstände genauso wie Waffen. Die vielen opulenten Wandgemälde präsentieren und erzählen Geschichten der damaligen Zeit. Aus dem Mittelalter bis hin zum 19. Jahrhundert sind auf der Burg einige interessante Ausstellungsstücke zu entdecken. Wenn Sie allerdings auch großes Interesse an weiteren Details der Geschichte und den damaligen Geschehnissen und Gegebenheiten haben, lohnt sich definitiv die Teilnahme an einer der vielen verschiedenen Führungen. Besuchen Sie die öffentlichen Sonntags-Führungen um 14.00 Uhr, die etwa einmal monatlich angeboten werden (Teilnahme 2,50 € zzgl. Eintrittspreis) oder melden Sie sich für eine der individuellen Führungen (auf Deutsch, Englisch oder Französisch) frühzeitig an. Sehr interessant sind auch die Themenführungen, wie „Ritterburg und Fürstenschloss“ (Thema Burgenbau), „Speis und Trank“, wobei Sie die unterschiedliche Ernährung der verschiedenen sozialen Schichten, dessen Tischsitten und glamouröse Speisesäle kennenlernen oder buchen Sie „Die Heilpflanzenführung“ mit Besuch des kleinen Gartens.

Wenn Sie die Burg alleine durchwandern und dennoch mehr Informationen wünschen, können Sie sich auch vorab die kostenfreie App downloaden, die bei einem virtuellen Rundgang in die Vergangenheit aufzeigt, wie die Bereiche zur damaligen Zeit ausgesehen haben und gibt Ihnen Fakten zu den vergangenen Ereignissen.

Entdecken Sie auch die vielen kleinen urigen Lokale und Lädchen um den Schlosshof herum. Direkt am Eingang befindet sich ein kleines Geschäft mit Säften und fruchtigen Weinen und nur wenige Schritte weiter können Sie in den kleinen Fachwerkhäusern Souvenirs aus Holz erstehen. Es lohnt sich auch, den Blick hinab ins Tal von einer der Terrassen zu genießen oder sich direkt in eine der Gondeln der Seilbahn zu setzen und hinab- oder hinaufzuschweben. Die Seilbahn selbst erreicht 91 Höhenmeter und wurde im Jahre 1952 eröffnet als erste Personenseilbahn in NRW. Heute gilt sie als eine der Attraktionen des Geländes.

Events auf Schloss Burg

Auf Schloss Burg finden auch regelmäßig tolle Veranstaltungen statt. Dazu zählen Theateraufführungen, Konzerte, Lesungen und weitere Freiluft- sowie Indoor-Events.

  • 17.04.2016 um 18.00 Uhr: „Der Kommissar: Tod im Nachtclub“, Krimidinner
  • 22.04.2016 um 20.00 Uhr: Knacki Deuser mit „Seltsames Verhalten“
  • 01.05.2016 ab 10.00 Uhr: Hexenfest (Besenbinden, Basteln von Zauberkugeln und Hexenhüten, etc.)
  • 04.05.2016 ab 19.00 Uhr: Lange Erzählnacht auf Schloss Burg
  • 05.-07.05.2016 ab 10.00 Uhr: Die Georgs Ritter Ritterspiele (Aufführungen)
  • 04.-05.06.2016 ab 10.00 Uhr: Kinder-Ritterfest (Schwerter basteln, Filzen, Kerzenziehen, etc.)
  • 24.06.2016 um 20.00 Uhr: Johnny Cash Experience
  • 02.-03.07.2016 ab 10.00 Uhr: Mittelaltermarkt
  • 20.-21.08.2016 ab 10.00 Uhr: Medieval Fantasy Convention (mit Starbesuch aus „Game of Thrones“ und „Vikings“), uvm.

Preise und Öffnungszeiten Schloss Burg

März bis 8. November:
montags von 13.00 bis 18.00 Uhr, dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr

9. November bis Ende Februar:
dienstags bis freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr, samstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr

Erwachsene zahlen 5 € Eintritt, Kinder (bis 18 Jahre) zahlen 2,50 € Eintritt

Übernachten Sie in unseren Ferienwohnungen in Solingen

Nur rund 30 min von Köln und etwa 20 min von Düsseldorf entfernt, liegt die Stadt Solingen. Auch hier vermieten wir individuell sowie liebevoll eingerichtete Ferienwohnungen für Touristen, Messebesucher, Geschäftsreisende sowie wiederkehrende Solinger. Unsere Unterkünfte verfügen über eine voll ausgestattete Küche, ein eigenes Badezimmer, Handtücher, Bettwäsche, TV und kostenfreies WLAN. Aufgrund der voll funktionstüchtigen Küche sind Sie unabhängig von Essenszeiten und können somit nicht nur entspannter in den Tag starten, sondern auch viel Geld sparen, das später in Sightseeing, Ausflüge oder Shopping investiert werden kann. Stattdessen gönnen Sie sich doch lieber ein Stück Kuchen auf Schloss Burg, während Ihre Kinder gemeinsam mit Rittern Schwerter basteln. Alle Unterkünfte sind außerdem gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Zentral gelegen lohnen sich auch Tagesausflüge in die naheliegenden Metropolen Düsseldorf und Köln oder entdecken Sie die Altstadt von Gräfrath, Neuss sowie viele weitere spannende Orte im Bergischen Land. Buchen Sie für Ihre Reise nach Solingen frühzeitig die passende Unterkunft oder senden Sie uns Ihre Anfrage per Mail.

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