Filmmuseum Düsseldorf

Filmmuseum Düsseldorf

Düsseldorf lädt ein in die Welt des Films

Die Stadt am Rhein und Kölns größte Konkurrenz (nicht nur in puncto Karneval) bietet ihren Besuchern neben der Hafenpromenade, internationalen Lokalen und dem Rheinturm auch viel sehenswerte Kultur. Direkt am Rhein gelegen, im Schatten einer kleinen Eisdiele befindet sich das Düsseldorfer Filmmuseum. Eher unauffällig von außen, so hat dieses 1993 gegründete Museum in seinem Innern einiges zu bieten. Das Filmmuseum ist ein Ort zum Informieren, Anfassen, Probieren und Entdecken.

Auf vier Etagen, verteilt auf 2.200 qm, präsentieren sich 500.000 Fotos, 25.000 Plakate, 500 Schattenspielfiguren, 6.000 Filmkopien und 14.000 Videos sowie DVD's (Quelle: duesseldorf.de). Beim Betreten des ersten Stockwerks gelangt der Besucher in die Welt der Meisterregisseure. Vorgestellt und präsentiert durch viele Fotos und kleine Filmausschnitte wird man an die Anfänge der Filmkunst erinnert. Für mich (Jahrgang 86) war viel Neues, aber dennoch sehr Interessantes dabei. Stan und Olli, Charlie Chaplin und einige weitere bekannte Schauspieler können in kurzen Szenen bewundert werden.

In Vitrinen sind Auszeichnungen wie der Bambi oder der Deutsche Fernsehpreis ausgestellt, genauso wie kleine Spielfiguren von den Disneystars und einige Filmrequisiten wie Masken. Hinter Schaufenstern protzen große Roben aus nie zu vergessenden Filmszenen.

"Träume zu verkaufen"

... so steht es in rot leuchtenden Lettern über dem Eingang zur nächsten Räumlichkeit geschrieben. Es präsentiert sich die Welt des Kinos. Ich entdecke alte Eintrittskarten, Plakate und Filmrollen. Ein Modell des früheren Düsseldorfer Apollo-Theaters ist zu bewundern und macht Lust auf mehr Kino.

 "Die Seele offenbart sich im Stil, dem Ausdruck der künstlerischen Konzeption eines Stoffes (...). Der Stil schafft aus der Summe der Details das Ganze, durch den Stil lässt uns der Künstler mit seinen Augen sehen." (Carl Theodor Dreyer, 1889-1968)

 Nachdem ich die zweite Etage über eine kleine Holztreppe erreicht habe, gelange ich in die Zeit vor dem Film. Die Zeit, in der Fotografie, Schattenspiel, Camera Obscura, Laterna Magica, Guckkasten, Lebensrad und Wundertrommel die Menschen bildhaft in ihren Bann zog. Einige Objekte kann ich selbst testen und über eine Wundertrommel Mickey's Sprung ins kühle Nass verfolgen. Diverse Kameras und Projektoren sind in Vitrinen ausgestellt und zeigen, mit welchen Wunderwerken die Menschen schon früh verzaubert wurden. Hinter einem Vorhang schießt eine Kamera unerwartet ein Schattenbild von mir und lässt mich wundern, wie schnell und wie detailgetreu meine Umrisse zu erkennen sind.

Ein Stockwerk höher befinden sich neuzeitige Kameras, Scheinwerfer, Windmaschinen und eine Blue Box. Die Beziehung zwisch Film und Politik und Wirtschaft wird deutlich herausgestellt. Modernes Filmemachen, wie Animationsfilme u. ä. wird auf dieser Etage gezeigt. Ich hätte mir vorher nie vorstellen können, wie mühsam allein die Gestaltung und der Bau einer einzelnen Animationsfigur ist. Welch' Aufwand allein für die Mimik einer Figur betrieben wird, ist bemerkenswert. Für jede mögliche Regung des Gesichts gibt es eine Vorlage. Pure Faszination überfällt mich. An dieser Stelle hätte ich gerne noch mehr über das Filmemachen erfahren.

Im Düsseldorfer Filmmuseum kreativ mitwirken

Auf der letzten und kleinsten Etage werden mir dann Einblicke in die Produktion, Drehbücher und Einsatzpläne erlaubt. An einzelnen Stationen darf ich selbst ausprobieren und anfassen. Ich erlebe Film. Eine noch intensivere Auseinandersetzung würde mir die Teilnahme an einem der angebotenen Workshops wie "Und Action! - Wie ein Kurzfilm entsteht" oder "Kreatives Filmgestalten" ermöglichen. Genauso bietet das Museum Seminare wie "Einführung in die Methoden der Filmanalyse" oder "Alfred Hitchcock - Kino der Angst". Ein mittlerweile dauerhaftes Seminar ist "Wim Wenders - Sehen und Verstehen". Zusätzlich finden jährlich ein bis zwei Sonderausstellungen zur deutschen und internationalen Filmgeschichte statt.

Black Box Düsseldorf: Kino mit Charme

Wer nun auch einen Film in voller Länge sehen möchte, sollte seinen Besuch für Mittwoch nachmittags planen, denn am frühen Abend können Gäste direkt eine von meist zwei Filmvorstellungen in dem kleinen an das Filmmuseum anschließenden Kino Black Box besuchen und vollends in die Welt des Films eintauchen.

Mein Tipp:

Gemeinsames Erleben macht mehr Spaß! Besuchen Sie das Filmmuseum an einem Mittwoch. Genießen Sie vorab ein Eis in der naheliegenden Eisdiele und betreten Sie anschließend die Traumwelt. Am frühen Abend besuchen Sie einen der angebotenen Filmklassiker und lassen zum großen Finale den Tag mit einem Rheinspaziergang ausklingen.

Parken:

In direkter Nähe befinden sich mehrere Parkhäuser. Parken in Großstädten ist nie günstig. Wenn möglich, nutzen Sie die Bahn.

Eintrittspreise:

5 € Erwachsene, 7 € bei Sonderausstellungen
2,50 € ermäßigter Preis, 5 € ermäßigter Preis bei Sonderausstellungen (z. B. Studenten)
Kinder und Jugendliche sind bis 18 Jahren frei
Black Box Kino: 7 €, 5 € ermäßigter Preis

Öffnungszeiten:

Dienstag, Donnerstag - Sonntag: 11-17 Uhr
Mittwoch: 11-21 Uhr

Unsere Apartments in Düsseldorf:

 Düsseldorf
Hilden

Impressionen:

Filmmuseum Duesseldorf  Fotoausstellung Fimmuseum 

Requisiten im Filmmuseum

Fotokollektion im Filmmuseum  Filmplakate im Museum

Filmraum im Filmmuseum  Kamera im Filmmuseum

Lebensrad

Animationsfilm

Miniaturbau Filmemachen

 

 

Spaziergang entlang der Düsseldorfer Rheinpromenad...
Rheinturm Düsseldorf

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